Biologischer Gartenbau ist unsere Leidenschaft.
Seit zwanzig Jahren werden auf Vlierhof biologisches Gemüse, Obst und Nüsse angebaut. In unseren wunderschönen Gärten leben wir nach dem Prinzip der ganzheitlichen Verbundenheit und des Kreislaufwirtschaft. Vlierhof ist ein Ort, den wir gemeinsam pflegen; wir betrachten unseren Garten nicht als unser Eigentum – er gehört uns. Wenn wir von unserem Garten sprechen, dann aus Liebe und Verantwortung. Wir denken nicht an Schädlingsbekämpfung, sondern an die Schaffung eines Gleichgewichts. Unser Garten ist insektenfreundlich, mit Totholzhaufen, naturbelassenen Ecken und Vogelfutterstellen. Zahlreiche Wildbienen, Meisen, Igel, Stare, Feldsperlinge und Haussperlinge haben sich hier angesiedelt. Hecken mit einheimischen Sträuchern und ein großer Teich, umgeben von Wasserpflanzen, schaffen ein ideales Mikroklima.
Umfeld
De Vlierhof liegt in Deutschland, genauer gesagt in Nordrhein-Westfalen. Kleve ist die nächstgelegene größere Stadt in Deutschland, Nijmegen die nächstgelegene größere Stadt in den Niederlanden. Wir leben hier im Dorf Keeken, in der Gemeinde Kleve. Die Lage ist unweit des Rheins. Der Boden besteht aus Flusslehm; die Mineralien darin wurden vor Jahrhunderten von den Gletschern hierher transportiert, die das Tal von Berg en Dal bis Wageningen formten. Seit über 20 Jahren ist dieser Ort nun Heimat für die Menschen von De Vlierhof, einem Ökodorf, in dem wir Frieden und Achtsamkeit fördern.
Oberfläche
De Vlierhof ist ein 3 Hektar großes Grundstück, von dem etwa 1,5 Hektar aus einem (Gemüse-)Garten bestehen.
Biodiversität
Der Garten besteht aus einem Bio-Gemüsegarten, einem Obstgarten und verschiedenen Rasenstreifen, die als Wiese und Zeltplatz dienen. Das gesamte Gelände ist von einheimischen Wildstrauchhecken umgeben. Es gibt ein Kräuterlabyrinth mit heimischen Wildkräutern und einen Ziergarten mit Beerensträuchern, Blumen und anderen Pflanzen. Im Gemeinschaftsgarten wachsen unter anderem große Nussbäume, Kirschbäume und verschiedene andere Obstbäume, deren Ernte wir im Sommer und Herbst verarbeiten. Obwohl der Garten bereits eine beachtliche Artenvielfalt aufweist, bemühen wir uns, diese weiter zu erhöhen und ihn für die Tiere, mit denen wir das Land teilen, noch attraktiver zu gestalten.
Gartenphilosophie
In unserem Garten arbeiten wir im Einklang mit der Natur. Wir versuchen, den Boden so wenig wie möglich zu bearbeiten (mit anderen Worten: die No-Dig-Methode): https://www.charlesdowding.co.uk/no-dig-worldwide), weil wir den Wert allen Lebens im Boden erkennen. Wir pflegen den Boden, weil wir wissen, dass er auch für uns sorgt. Wenn wir den Garten betreten, sind wir uns des größeren Ganzen bewusst. Wie wir mit den Pflanzen und allem Leben um uns herum umgehen, beeinflusst die Pflanzen und wie sie für uns sorgen. Unsere Beziehung zur Natur ist wechselseitig. Das Buch „Braiding Sweet Grass“ ist eine unserer Inspirationsquellen und wird jedem, der es noch nicht kennt, wärmstens empfohlen! Im Zentrum des Buches steht die Idee, dass wir dem Leben um uns herum mit Respekt begegnen können. Zum Beispiel ist es wichtig, die Pflanze um Erlaubnis zu fragen, bevor man sie erntet. Pflanzen haben uns viel zu sagen; manchmal vergessen wir, zuzuhören. Es ist wichtig, genau zu beobachten; so lernen wir unsere Pflanzen kennen und wissen, was sie brauchen, weil wir mit ihnen verbunden sind.
Regenerative Landwirtschaft
In unserem Gemüsegarten wenden wir Konzepte der regenerativen Landwirtschaft und Permakultur an. Dazu gehören die Bodenverbesserung, die Förderung der Biodiversität, die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Bodens gegenüber Klimaschwankungen und die Kohlenstoffspeicherung im Boden. Konkret bedeutet das: Beete mulchen, Fruchtwechsel betreiben, kompostieren und Bodendecker oder Wildkräuter verwenden. Beim Mulchen werden die Beete mit organischem Material wie Laub, Gras, Kompost oder Schilf bedeckt und so vor Austrocknung, Wind und Regen geschützt. Fruchtwechsel bedeutet, dass dieselbe Pflanze nie zwei Jahre hintereinander am selben Standort angebaut wird. Dadurch verringert sich das Krankheitsrisiko und der Boden wird nicht unnötig mit Nährstoffen ausgelaugt. Wir kompostieren alle grünen und braunen Materialien, die auf unserem Grundstück anfallen. Äste von beschnittenen Bäumen, Unkraut, Küchenabfälle und Mist aus dem benachbarten Tierheim bilden die Basis des Komposts und werden zu Nährstoffen für den Boden und zum Nährboden für neue Pflanzen. Gründüngung oder Zwischenfrüchte sorgen dafür, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird und bieten gleichzeitig vielen Insekten einen Lebensraum.
Investitionen in den Boden
In unserem Garten spielt das Zusammenspiel von Boden und Pflanze eine zentrale Rolle. Gründüngung verbessert den Humusgehalt und fördert das Bodenleben. Bei gutem Wetter säen wir sie entweder einige Wochen vor der Bepflanzung der Beete oder nach der ersten Ernte aus. Ein weiterer Vorteil: Gründüngung lockert den Boden und reichert ihn mit Nährstoffen an. Zusätzlich wird im Frühjahr Steinmehl oder Asche in alle Beete eingearbeitet, um einen gesunden und lebendigen Boden zu erhalten. Dies liefert wichtige Mineralien und Spurenelemente und fördert eine gute Bodenstruktur. Außerdem lockern wir den Boden mit einer Grabegabel auf und fördern so das Bodenleben.
GARTENTEAM | MITARBEITER GESUCHT
Mir fehlen manchmal die Worte.
Es gäbe so viel über unseren Garten und unser Grundstück zu erzählen. Doch diese Worte können die Realität nur ansatzweise vermitteln und das Bild nicht vollständig erfassen. Wenn Sie vorbeikommen, können Sie den Garten selbst erleben – mit den Händen in der Erde und dem Gesicht in der Sonne. Sie sind herzlich willkommen, und wir freuen uns immer über Ihre Hilfe, Ihr Wissen oder Ihren Austausch.
Hoffentlich sehen wir uns bald im Garten <3